Sonntag, 29. Dezember 2013

Testbericht zum Buch : Alles klar mit Haut & Haar

Leider gibt es bisher wenig Literatur zum Thema schadstofffreie Kosmetik. Ein häufig empfohlenes Buch ist von Susanne Kehrbusch und heißt: Alles klar mit Haut & Haar.
Es kostet 12,80€ und ist beispielsweise bei amazon.de bestellbar. Die knapp 190 Seiten lesen sich recht schnell, bieten mir persönlich aber zu wenig konkret umsetzbare Ideen.


Kurz zur Autorin: Susanne Kerhbusch schreibt, dass sie selbst jahrelang Frisörin war und dann dazu übergegangen ist, ein biologisch-ganzheitliches Friseurgeschäft zu führen.

Ihrem Konzept zur Folge sollten wir unsere Haut als eine Einheit betrachten. Also nicht so stark zwischen Gesicht, Kopfhaut und restlicher Haut unterscheiden. Probleme im Gesicht und auf dem Kopf seien also Eigenverschulden, weil wir zu viel cremen und mit zu starken Tensiden den natürlichen Schutzfilm der Haut zerstören. Ich finde diese Idee ganz interessant, allerdings ist mir ihre Meinung gegenüber der "normalen" ebenso wie medizinischen Kosmetik, die angeblich nur dazu hergestellt wird, um uns abhängig zu machen und immer mehr zu kaufen, zu polarisierend. Leider neigen viele Personen, die sich mit Naturkosmetik beschäftigen dazu, alles andere in einen Topf zu werfen und als "böse" zu betrachten. Mir sind diese Meinungen schnell zu extrem. Ich finde es wichtig, dass man selbst seinen "Kopf einschaltet" und dann persönlich für sich entscheidet, was man möchte und was nicht, sofern uns das eben möglich ist.  Diese Ansicht vertritt die Autorin zwar auch, leider verteufelt sie aber die gesamte Kosmetikindustrie ebenso wie medizinische Produkte als durchweg böse. Hier hätte ich mir etwas mehr Differenziertheit gewünscht.
Auch bietet sie anstelle der "bösen" Produkte leider wenig Alternativen. Zur Haut- und Haarwäsche empfiehlt sie hautpsächlich Wasser und Lavaerde. Mit Wasser allein habe ich persönlich Probleme, meine Haut trocknet speziell im Winter bei unserem harten Wasser zu schnell aus und die Haarwäsche mit Lavaerde klappt bei mir einfach nicht richtig und hinterlässt einen Schweinestall im Bad... was könnten wir stattdessen noch verwenden? Dazu gibt es keine Ideen.

Mitgenommen habe ich aus diesem Buch aber auch den Rat, die Haar mit einer Wildschweinbürste "mechanisch" zu reinigen. Also speziell morgens gründlich die Kopfhaut zu bürsten. Ich mag diese Kopfhautmassage und die Borsten verteilen das "Fett" des Ansatzes in die Spitzen und pflegen diese.

Mein Fazit bleibt dennoch eher negativ, mir ist das Buch zu polarisierend und es bietet leider wenig Alternativen. Den Aufruf, nachzudenken, bevor wir etwas auf unsere Haut schmieren, kann ich hingegen nur unterstützen. (Ich finde aber nach wie vor, dass das nicht so einfach ist, woher weiß ich was wirklich schädlich ist und was nicht? Gar nicht so einfach... :-)

Hat noch jemand das Buch gelesen und ist vielleicht ähnlicher oder ganz anderer Meinung?
Viele Grüße

Ente

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